Martin Becker: Gebrauchsanweisung für Prag und Tschechien
Sie müssen nicht schon das Zugticket (und wenn ich mir an dieser Stelle eine Empfehlung erlauben darf, nehmen Sie den Nachtzug) in der Tasche haben, um nach diesen Buch zu greifen. Ein bisschen Interesse an unserem Nachbarland und Freude an guten Geschichten genügt vollkommen. Martin Becker ist kein Tscheche, aber Sie erfahren, wie er einmal aus praktischen Gründen zum Tschechen wurde oder wie er tatsächlich im gleichen Krankenhaus landete wie der berühmte Nationaldichter Bohumil Hrabal, der dort beim Taubenfüttern aus dem Fenster fiel und somit den vierten Prager Fenstersturz schuf. Becker schreibt eloquent und sachkundig über die Tschechinnen und Tschechen, über die wunderbar weiche, aber schier unaussprechliche Sprache, über Kafka und Hašek, aber auch über Václav Havel über Kneipen und Pivo- ach einfach herrlich! Für Erwachsene. (KW)