Will Gmehling: Der Sternsee
Eine Hochhaussiedlung, Kinder in prekären Verhältnissen. Die armen Kinder! Wirklich? Wenn Sie Sissi, Anastasia, Mo oder den Ich-Erzähler fragen würden, wüssten sie sicher nicht, warum sie arm sein sollten. Sie sind tolle Freunde, sie lieben ihre Hood, und sie lieben den Sternsee, wie sie ihn auf Grund seiner Form, die man von den oberen Stockwerken aus sehen kann, nennen. Den kleinen See, in dem sich die Hochhäuser spiegeln, an dessen Ufer man sitzen und reden und den Reiher beobachten kann. Und dann, eines Januarmorgens, ist der gesamte See zugefroren. So richtig. So, dass man drüber schlittern und laufen kann, dass er bespielt werden kann. Es wird Februar, es wird März und April und Mai, der Frühling zieht ein, der Sommer, und der See taut nicht, sondern wird zur großen Sensation. Reporter und Touristen kommen, um sich dieses Wunder anzuschauen. Mitten dabei immer unsere vier Freunde, deren Freundschaft und Zusammenhalt so fest hält wie das Eis. Ein wunderbares, stilles Buch über Zusammenhalt, Kraft und Stärke. Für Menschen ab 10 Jahren. (SL)